Retro Classics Bavaria

Klassischer Porsche 911 mit Fuchsfelgen

Retro Classics Bavaria Nürnberg

Freitag, 09.12.2016 um 4 Uhr früh: Das Veranstalterduo des Alpen Rodeos bricht von Graz aus auf zur Bavaria Retro Classics nach Nürnberg. Ungefähr 500km und 6 Stunden Fahrzeit liegen vor uns. Wir haben uns vorgenommen um spätestens 10 Uhr in Nürnberg bei der Messe zu sein. Gott Sei Dank ist nicht viel Verkehr an diesem frühen Freitagmorgen, wir haben freie Bahn und kommen gut voran. Unser 500€ Winter-Passat läuft wie ein Schweizer Uhrwerk und dank seines 70 Liter Tanks brauchen wir keine Zeit für Tankstopps verschwenden.

Highlight zum Saisonende

Eine bewegte Saison geht zu Ende, wir haben viel erlebt dieses Jahr und waren auf mehreren Treffen. Auch das Alpen Rodeo war ein voller Erfolg, die Teilnehmer waren zufrieden mit Strecke und Organisation was für uns das Wichtigste ist. Um ein bisschen die Werbetrommel fürs Alpen Rodeo 2017 zu rühren entstand die Idee die Retro Classics Bavaria als Höhepunkt zu Saisonabschluss zu besuchen. Diese Messe fand heuer zum ersten Mal statt und mit einem Besuch lassen sich prima mehrere tolle Dinge verbinden: Zum einen kann man in Ruhe wunderschöne Autos betrachten, fachsimpeln sowie tolle und interessante Menschen kennenlernen und zum andern – da die Messe in Nürnberg ist – den einen oder anderen Glühwein zu sich nehmen am weltberühmten Nürnberger Christkindlmarkt.

Automobile Klassiker in 6 Hallen

Um kurz nach 10 Uhr trafen wir am Messegelände in Nürnberg ein und stürzten uns sofort mit Flyern bewaffnet in die Messe. Schon in der ersten Halle erwarteten uns reihenweise Traumklassiker, picobello aufbereitet, viele zum Verkauf ausgeschrieben und die meisten in absolutem Topzustand. Die Fahrzeuge waren vom Alter und von der Marke her bunt gemischt was natürlich für den interessierten Besucher ein superbreites Spektrum bietet. Neben den vielen Oldtimern und Youngtimern fanden wir in der ersten Halle auch einen Stand von Harley Davidson mit sehr interessanten ganz alten Motorrädern. Da zu diesem Zeitpunkt die Besuchermasse noch überschaubar war, konnten wir ganz gemütlich zwischen den Fahrzeugen durchschlendern und tolle Fotos machen.

Porsche, Mercedes, Porsche, Mercedes

Die nächsten Hallen boten ein ähnliches Bild, jedoch muss man sagen dass Fahrzeuge der Marken Mercedes und Porsche absolut in der Überzahl waren. Klar diese beiden Autohersteller haben einen riesigen Fundus an klassischen Modellen,  die zum Großteil auch wunderschön sind, jedoch hätte man sich hier ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht. Aufgefallen ist uns auch das historische BMW ganz stark aufholen, hier besonders die 3er (E21, E30) und der 6er (E24). Ganz speziell sieht man das an den Preisen. 3er aus den Baureihen E21 und E30 bekam man vor einigen Jahren noch für relativ wenig Geld in gutem gebrauchtem Zustand. Diese Zeiten sind anscheinend vorbei. Aufgefallen ist uns hier ein BMW 316i (E30), Basismodell mit Basisausstattung um knapp € 10.000. Klar, der Wagen war in sehr gutem Zustand und mit relativ wenigen Kilometern am Tacho. Von Topmodellen wie M3 (E30) oder einem Alpina 6er (E24) wollen wir gar nicht sprechen. Hier bewegen sich die Preise bereits rund um den dreistelligen Bereich.

Youngtimer als Anlageobjekt?

Spätestens nach der zweiten Runde durch die zahlreichen Messehallen fielen uns immer mehr gut gekleidete Damen und Herren auf, die anscheinend auf der Suche nach ganz speziellen Autos waren. Da auch viele Händler ihre Schätze ausstellten und diese natürlich auch direkt vor Ort gekauft werden konnten, waren anscheinend viele Messebesucher auf der Suche nach etwas Neuem für die heimische Garage. Das neben den Oldtimern inzwischen auch Youngtimer als Anlageobjekt gehandelt werden und seit einiger Zeit einen richtigen Boom erleben ist nichts Neues. Gerade Fahrzeuge in absolutem Topzustand und seltene Sondermodelle sind davon betroffen. Leider wittern viele durch diesen Boom das große Geld, was den Nachteil hat, das auch „Otto-Normalverbraucher-Youngtimer“ um abartige Summen angeboten werden. Das trifft natürlich die Normal- bzw. Durchschnittsverdiener die sich auch mit dem Thema Youngtimer beschäftigen, gerne diese Autos fahren und Teil der Szene sind.

Szene erleben

Selbstverständlich bot die Messe auch die Gelegenheit mit vielen interessanten Leuten ins Gespräch zu kommen. Gerade in der Halle wo der Teilemarkt war ergaben sich einige Gespräche, natürlich über Autos. Der Teilemarkt selbst war wirklich super und man konnte einiges für sein(e) Schätzchen finden. Am frühen Nachmittag kamen wir noch ins Gespräch mit der BMW E34-IG die einen eigenen Stand hatten, und zwei wirkliche schöne 5er präsentierten. Da einer von uns ja privat einen BMW 530i Touring (E34) fährt, wurden hier Erfahrungen und Tipps ausgetauscht und ein wenig gefachsimpelt. Die Retro Classics Bavaria können wir daher jedem der sich für ältere Autos interessiert wärmstens ans Herz legen.

Fazit Retro Classics Bavaria

Bei der knapp 6-stündigen Rückfahrt am Samstagvormittag hatten wir mehr als genug Zeit uns Gedanken über unseren Besuch und die Messe selbst zu machen. Für uns hat es ich absolut ausgezahlt die Retro Classics Bavaria zu besuchen. Es gibt irrsinnig viel zu sehen, die Messe ist abwechslungsreich (von den vielen Porsches und Mercedes‘ mal abgesehen), außerdem bietet sie mit dem großen Teilemarkt und den vielen Zubehörhändlern auch die Möglichkeit einige Teile für sein Schätzchen zu besorgen. Es sind sympathische Leute unterwegs die das gleiche Hobby haben und mit denen man sich angeregt unterhalten kann. Das einzige was unserer Meinung fehlte waren günstige Youngtimer, die für jedermann leistbar sind.

Alles in allem ein super organisiertes Event das wir ganz sicher wieder besuchen Wir werden auch beim nächsten Event der Retro Classics GmbH, der Retro Classics in Stuttgart von 02.03 – 05.03. vor Ort sein.

 

 

  

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