Review Alpen Rodeo 2018 (26.08. - 31.08.2018)

Vom 26.08. – 31.08.2018 fand bereits zum vierten Mal das Alpen Rodeo statt. Der grandiose Roadtrip quer über die europäischen Alpen bis ans Mittelmeer startete traditionell beim Steinerhaus am malerischen Stoderzinken auf knapp über 2000m Seehöhe. Am Samstag, den 25.08. trafen nach und nach die ersten Teams beim Steinerhaus ein. Auch 2018 waren wieder Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz am Start. Fahrzeugtechnisch bot das Starterfeld in diesem Jahr haufenweise Leckerbissen aus längst vergangenen Zeiten. Besonders erfrischend war die bunte Mischung an Oldtimern und Youngtimern beim Alpen Rodeo 2018. Darunter fanden sich ausgewiesene Klassiker wie Mercedes SL oder Porsche 911 verschiedenster Baujahre, als auch Exoten wie BMW Z1 oder Opel Calibra 4x4 Turbo.

Was in den kommenden 6 Tagen alles passiert ist, was wir unterwegs erlebt haben, welche Highlights dabei waren und wie es den Teams während des Roadtrips ergangen ist, erfährst du in den untenstehenden Zeilen! Wir wünschen dir ganz viel Spass beim Lesen!

 


Akkreditierung - Stoderzinken - 25.08.2018

Bereits am Nachmittag trafen die ersten Teams bei durchwachsenem Wetter am Stoderzinken auf über 2000m Seehöhe ein. Vereinbarter Treffpunkt war 16 Uhr, doch viele Teams waren bereits vorher am Berg um die anderen Teams kennenzulernen und die Fahrzeuge der „Gegner“ zu begutachten. Sofort war klar das – so unterschiedlich die Teilnehmer auch waren – alle doch eine gemeinsame Basis, nämlich die Affinität zu alten Autos hatten. Das Starterfeld 2018 konnte mit etlichen Highlights aufwarten. Von alten BMW 5er und 7er über Mercedes in allen Variationen, Porsche in verschiedensten Ausführungen bis hin zu heute mittlerweile richtig seltenen Autos wie BMW Z1, Mercury Cougar oder Mercedes 220SE Cabrio (Bj. 1963) war alles am Start. Erfreulicherweise waren auch Teams am Start, die bereits 2017 am Alpen Rodeo teilgenommen haben.

Um 18 Uhr startete die eigentliche Akkreditierung und die Teams wurden über den Ablauf des Alpen Rodeos informiert. Wie immer herrschte gute Stimmung unter den Teams, die ersten Freundschaften wurden bereits geschlossen und man blickte zuversichtlich auf eine geile Woche. Anschließend gabs Abendessen im Steinerhaus und einen gemütlichen Ausklang des Abends. Die Teams lernten sich kennen, und der eine oder andere erzählte wie er/sie überhaupt zum Alpen Rodeo gekommen ist oder warum er/sie dieses oder jenes Auto für den Roadtrip ausgewählt hatten. Weit nach Mitternacht kehrte dann Ruhe (vor dem Sturm) im Steinerhaus ein, denn der folgende Morgen sollte mit einer großen (weissen) Überraschung starten....


Etappe 1 - Berg frei! - 26.08.2017

Der erste Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen verhieß nichts gutes, waren doch über Nacht gute 10cm Neuschnee gefallen und das Ende August. Aufregung machte sich breit, da die meisten Sommerreifen auf ihren Klassikern montiert hatten. Auch ein kurzer Check im Internet zeigte, das die anstehende Etappe aufgrund von starkem Schneefalls ober von 1500m nicht so wie geplant gefahren werden konnte. Schon kurze Zeit später waren die ersten bei ihren Autos um sie vom Schnee zu befreien. Dabei wurde natürlich auch der erste Schneemann gebaut.

Um 07:30 gabs direkt im Steinerhaus gemeinsames Frühstück, bevor beim Briefing die anstehende Strecke, die Highlights und Besonderheiten durchgegangen wurde. Die Stimmung war natürlich trotz des Neuschnees super, alle freuten sich auf das es endlich losgeht. Zudem wussten wir bereits das der Schnee wirklich nur am Berg war, im Tal hatte es geregnet. Diejenigen Teams, die nicht direkt am Stoderzinken übernachtet hatten, warteten auf die Organisatoren direkt in Gröbming bei einer Tankstelle zum vereinbarten Briefing.

Kurz vor halb 9 fuhren die letzen Teams auf der grandiosen Stoderzinken Alpenstraße  Richtung Tal, wo der Schnee schon nach kurzer Zeit in gemütlichen Regen überging. Nachdem auch die restlichen Teams direkt an der Tankstelle gebrieft wurden, ging es wirklich los.

Es ging in südlicher Richtung auf die Erzherzog-Johann-Straße und weiter zum nach einem Jahr Sperre wieder geöffneten Sölkpass. Das Wetter wurde leider nicht besser, das konnte aber der Freude keinen Abbruch tun. Auch ein „Sölkpass Gesperrt“ Schild direkt an der Auffahrt zum Pass konnte niemanden dazu bringen umzudrehen. Ein paar Hundert Meter später war es dann aber soweit. Aufgrund erneuten Schneefalls wurde der Sölkpass direkt vor unseren Augen gesperrt und es gab kein Durchkommen mehr. Nun musste schnell ein Plan B her, da ja auch die Großglockner Hochalpenstraße wegen Schneefalls gesperrt war. Kurzerhand wurden die Teams umgelotst, es ging weiter Richtung Schladming und Altenmarkt im Pongau. Da bekannt war das wir das schlechte Wetter durchfahren müssen, wurde entschieden so schnell wie möglich Richtung Kärnten und Osttirol zu kommen, denn dort sollte bereits zu Mittag wieder die Sonne scheinen. Also ging es kurzerhand auf die Tauernautobahn um schnell in Kärnten zu sein. Nach dem kurzen Stück Autobahn ging es weiter auf die Drautalstraße und immer Richtung Osten und Lienz.

Mit jedem gefahrenen Meter wurde anschließend das Wetter wirklich besser. Schon nach kurzer Zeit erreichten die ersten Teams Osttirol, von wo aus es weiter nach Bruneck in Südtirol ging. Der Staller Sattel konnte an diesem Tag ebenfalls nicht befahren werden, da er wegen eines Murenabgangs bis Montag gesperrt war. Da aufgrund des schlechten Wetters bis dato noch kein Pass befahren werden konnte, wurde es nun endlich Zeit die ersten Passstraßen unter die Räder zu nehmen! Bei Olang begann nun endlich der erste Aufstieg auf knapp 2000m mit dem Furkelpass. Eine 19km lange Passstraße mit 12% Steigung und einer Höhendifferenz von über 700m wartete auf die Teams. Die Sonne war inzwischen wieder am Himmel zu sehen, die Strecke trocken und es ging gut voran. Direkt nach dem Furkelpass wartete bereits das Würzjoch mit knapp über 2000m Scheitelhöhe. Die schöne, manchmal sehr enge Passstraße war einfach nur traumhaft zu befahren.

Anschließend gings weiter in nordwestlicher Richtung nach Brixen und Sterzing bevor als nächste Überquerung der ebenfalls über 2000m hohe Jaufenpass (Passo Di Monte Giovo) bezwungen wurde. Die Passstraße ist mit ihren 20 Kehren ein fahrerischer Leckerbissen und verbindet Passeier mit dem Ratschingtal. Wieder im Tal angekommen sammelten die Teams nochmals all ihre Kräfte bevor abschließend ein absolutes Highlight  - das Timmelsjoch (Passo Del Rombo) – befahren wurde. Der Klassiker empfing alle bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein. Somit wurde die Auffahrt von italienischer Seite auf der Südrampe zum puren Genuss. Der wolkenlose Himmel lud auf der Passhöhe dazu ein, geniale Fotos von der atemberaubenden Landschaft zu machen bevor es auf österreichischer Seite wieder hinab ins Ötztal zu unserem Etappenziel Sölden ging. Abends trafen sich die Teams im Grauen Bär im Sölden um gemeinsam Abend zu essen und von den Erlebnissen des ersten Tages zu berichten.

Autotechnisch ging fast alles glatt am ersten Tag. Ein Team kämpfte mit einem undichten Servoschlauch, ein anderes musste erstmal die Radmuttern nachziehen


Etappe 2 - Tirol, Tirol - 27.08.2018

Tag 2 des Alpen Rodeos startete bei bestem Wetter mitten in Sölden bei der Talstation der Gaislachkogelbahn. Die Teams erschienen mehr oder weniger ausgeschlafen zum Treffpunkt, einigen sah man die Strapazen des ersten Tages bereits an. Es gab Kaffee, der gottseidank manch müde Gesichter wach machte. Das Team mit dem undichten Servoschlauch ware bereits auf dem Weg zu einer Werkstatt um den Schlauch neu verpressen zu lassen. Nach dem Briefing hatten die Teams die Wahl, das nagelneue James Bond Museum „007 Elements“ auf über 3000m im Inneren des Gaislachkogels zu besuchen oder direkt loszustarten und das wunderschöne Ötztal zu durchfahren.

Die Strecke führte ausgehend vom Ötztal weiter nach Imst wo bereits der erste Aufstieg des Tages auf das knapp 1900m hohe Hahntennjoch begann. Die traumhafte Passstraße mit ihren vielen Kurven und Steigungen bis zu 18,9% führte die Teams über 29km vom oberen Inntal ins Lechtal. Schon kurze Zeit später wurde die Landesgrenze zwischen Tirol und Vorarlberg überquert, es ging vorbei an Lech mitten durch eines der schönsten Skigebiete Österreichs weiter auf den knapp 1700m hohen Hochtannbergpass. Immer wieder mussten die Teams stehenbleiben um die atemberaubenden Panoramen auf sich wirklich zu lassen. Es herrschte allerschönstes Wetter, dementsprechend war natürlich die Stimmung spitze. Von Schoppernau aus wurde gleich der nächste Pass, das knapp 1800m hohe Furkajoch in Angriff genommen bevor es kurz nach Bregenz auf die Paznauntalstraße ging. Sie führte die Teams vorbei an St. Anton am Montafon und Gaschurn und ging schließlich über in die absolut traumhafte Silvretta Hochalpenstraße, eine der schönsten Straßen Österreichs. Über 32 Kehren und 15 Kilometer gings über die Bielerhöhe bis zum Silvretta-Stausee auf knapp über 2000m Seehöhe. Viele nutzen die Chance um direkt beim Stausee ein Pause einzulegen und die grandiose Landschaft zu genießen.

Auf Tiroler Seite gings anschließend wieder zurück nach Galtür und vorbei am weltbekannten Skiort Ischgl. Als letzte Überquerung des Tages steuerten die Teams auf die knapp 1600m hohe Pillerhöhe zu. Anschließend gings über Kauns weiter auf die Reschener Straße, die entlang des Inns nach Süden führte. Bei der Gemeinde Spiss wurde anschließend die österreichisch-schweizereische Grenze überquert um ins Etappenziel des zweiten Tages – Samnaun – zu gelangen.

Da Samnaun Zollausschlussgebiet ist, nutzen alle hier die Möglichkeit ihre Boliden günstig vollzutanken. Abends wurde natürlich zusammen gegessen und Teams gaben ihre Erfahrungen und Eindrücke des vergangenen Tages zum besten.

Autotechnisch waren an diesem Tag alle gut unterwegs. Der Servoschlauch war wieder dicht, von den anderen Fahrzeugen gab es keinerlei Probleme zu berichten.

 

CHALLENGE

Die Idee zur Challenge der Etappe 2 entstand durch einen witzigen Zufall beim Alpen Rodeo 2016. Damals wurde in Tirol ein Team von der Polizei gestoppt, da es ein bisschen zu schnell unterwegs war um ihr Etappenziel zu erreichen. Es entstand ein Foto zusammen mit Polizei und Strafzettel. Auffallend war, das beide Polizisten (Mann und Frau) ausnehmend hübsch waren. Somit war die Challenge ganz klar: Mach ein Foto zusammen mit einem Polizisten oder einer Polizistin. Natürlich musste das gesamte Team ebenfalls am Foto sehen zu sein.

Einige Teams schafften es tatsächlich, diejenige Polizistin, die 2016 den Strafzettel geschrieben hatte, zu finden und zusammen mit ihr ein Foto zu machen. Absolut top!

STRECKE

Sölden – Hahntennjoch – Hochtannbergpass – Furkajoch – Silvretta Hochalpenstraße – Bielerhöhe – Piller Höhe/Piller Sattel – Samnaun (ca. 360km)


Etappe 3 - The World's Greatest Driving Road - 28.08.2018

An diesem Tag verließen die Teams den Schweizer Ort Samnaun relativ früh, denn der Treffpunkt lag ca. 45min weiter direkt am wunderschönen Reschensee in Blickweite des alten Kirchturms von Graun. Bei strahlend blauem Himmel trafen die Teilnehmer am Reschensee ein und waren bester Laune. Die Etappe versprach aufgrund des schönen Wetters und der großartigen Route wirklich grandios zu werden. Kurz nach dem morgendlichen Briefing starteten die ersten Teams auch schon Richtung Süden.

Den Auftakt der Etappe 3 machte gleich mal ein richtiges Kaliber. Niemand geringerer als „the worlds greatest driving road“, nämlich das Stilfser Joch wartete auf die Teilnehmer des Alpen Rodeos. 2757m Scheitelhöne, insgesamt 87 teilweise extrem enge Kehren und maximal 12% Steigung lauten die gewaltigen Eckdaten der Passstraße inmitten der spektakulären Kulisse der Ortlergruppe. Fahrerisch ein absolutes Highlight waren an diesem Tag leider sehr sehr viele Leute unterwegs zum Stilfser Joch. Auch oben angekommen bot sich das gleiche Bild. Deshalb wurde nur kurz eine Kaffeepause eingelegt und gleich der nächste Pass anvisiert. Direkt ans Stilfser Joch angrenzend gings weiter auf den bekannten Umbrailpass mit einer Scheitelhöhe von 2501m und durch den landschaftlich sehr schönen schweizerischen Nationalpark.

Anschließend steuerten die Teams den knapp über 2000m hohen Ofenpass an, der ebenfalls eine traumhafte, 36km lange Passstraße mit über 10 Kehren bot, bevor sich die Strecke teilte.

Variante 1 führt direkt weiter zum 2400m hohen Flüelapass, der weitab von allem Reise- und Durchgangsverkehr Fahrspass in seiner reinsten Form bot. Danach ging es über Davos auf den Albulapass, der mit seiner 31km langen Rampe und 18 Kehren traumhaft zu befahren war. Die Strecke führte vorbei am mondänen Skiort St. Moritz und dem malerischen Silvaplanersee, wo die Strecke wieder auf Variante 2 dieses Tages traf. Von hier gings direkt nach Chiavenna und weiter zum Etappenziel Colico am Comer See.

Variante 2 führte nach dem Ofenpass wieder nach Süden zurück nach Italien und auf den – wiederum an der schweizerisch-italienischen Grenze liegenden Pass Forcola Di Livigno. Highlight hier ist der einspure Munt-La-Schera Tunnel der direkt nach Livigno führt, wo sich den Teams eine richtig kitschig-schöne Bergkulisse bot. Zurück in der Schweiz musste noch der 2235m hohe Berninapass bezwungen werden, der zur gewaltigen Berninagruppe gehört bevor es Richtung St. Moritz – Silvaplanersee und weiter zum Comer See ging.

Die Fahrzeuge der Teilnehmer hielten tapfer durch, beim einen oder anderen machten sich aber bereits erste Ermüdungserscheinungen aufgrund der hohen Materialbelastungen bemerkbar.....

Challenge

An Tag 3 mussten die Teams ihre Fanbase zu Hause bzw. in den sozialen Medien aktivieren. Es sollte ein Foto an einer beliebigen, besonders schönen Stelle der Strecke gemacht und auf Facebook hochgeladen werden. Anschließend galt es bis zum nächsten Treffpunkt in der Früh möglichst viele Likes und Shares zu sammeln. Bei dieser Challenge bewiesen einige Teams echte Kreativität um sich ganz nach vorne im Berwertungsfeld zu setzen.

Strecke

Samnaun – Reschenpass – Reschensee – Stilfser Joch – Umbrailpass – Ofenpass – Forcoloa Di Livigno/Flüelapass – Berninapass/Albulapass – St. Moritz – Silvaplana – Colico am Comer See (ca 230km/290km)


Etappe 4 - Schweizer Bergwelten - 29.08.2018

Tag 4 versprach eines der absoluten Highlights zu werden. Die Teams machten sich relativ früh von Colico am Comer See auf und fuhren ca. 1,5 Stunden zum vereinbarten Treffpunkt für das morgendliche Briefing. Dieser war direkt an der schweizerisch-italienischen Grenze auf der Passhöhe des Splügenpasses. Eine kühle Brise empfing die Teilnehmer am Pass, doch der grandiose Ausblick entweder nach Italien oder in die Schweiz entschädigte für alles. Kurz nach dem Briefing und den Infos zur anstehenden Etappe machten sich die Teams bereits auf ins Tal wo sich direkt in der Ortschaft Splügen die Strecke teilte!

 

Variante 1 führte von Splügen aus nach Westen zum über 2000m hohen San Bernardinopass, der den Teams bei absolutem Traumwetter bis zu 12% Steigung und eine grandiose Passstraße bot. Anschließend gings über eine Schleife weiter nach Norden um zum Lukmanierpass zu gelangen. Die 61km lange Passstraße mit 14 Kehren führt auf knapp 2000m Seehöhe, ist wunderschön ausgebaut und belohnte diejenigen die diese Variante fuhren mit herrlichen Ausblicken auf des Bleniotal, das Herz des Tessins. Über Disentis/Muster führte die Strecke weiter nach Westen direkt auf den nächsten Pass. Es ging auf den traumhaften Oberalpass, der auf knapp über 2000m Seehöhe liegt und maximal 14% Steigung bietet. Die Straße auf den Pass kann man getrost als absolute Traumstraße bezeichnen. Zwischendurch musste man immer wieder stehenbleiben um die grandiosen Panoramen und Ausblicke zu geniessen bzw. zu fotografieren. Es war schier unglaublich wie schön die Landschaft in diesem Gebiet ist. Auch bot sich unterwegs immer wieder die Gelegenheit andere Teams zu treffen oder gemeinsame Pausen einzulegen, bevor es weiter auf den nächsten Pass ging.

 

Kurz hinter Andermatt zweigte die Strecke Richtung Süden ab und schon kurz danach begann der Aufstieg auf den legendären Gotthardpass. Die Streckenführung ist bekannterweise grandios bis man auf knapp über 2100m den Scheitelpunkt erreicht. Highlight war jedoch auf jeden Fall die Abfahrt auf der Tremola, der historischen Gotthard Südrampe auf Kopfsteinpflaster. Es blieb nur ganz kurze Zeit um zu verschnaufen, den direkt im Tal angekommen wurde bereits Kurs auf den nächsten Pass genommen. Niemand geringerer als der höchste innerschweizer Pass, der knapp 2500m hohe Nufenenpass stand auf dem Programm. Die Passstraße trägt das grüne Band für besondere landschaftliche Schönheit (und das zu Recht!) und führte die Teams auf 37km und maximal 13% Steigung auf die Scheitelhöhe des Passes. Zwischendurch gabs traumhafte Aussichten und Panoramen die man wirklich gesehen haben muss und den Teilnehmern sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden. Nach Überquerung des Nufenenpass gings für die Teams immer Richtung Südwesten, bei Martigny galt es noch einen kleinen Pass zu überqueren bevor die französische Grenze und das Etappenziel, der weltbekannte Wintersportort Chamonix erreicht wurde!

Variante 2 führte von Splügen aus nach Norden direkt zum Ursprung des Rheins. Die Ruinaulta, auch Rheinschlucht genannt, ist eine 13km lange und 400 Meter tiefe Schlucht des Vorderrheins zwischen Ilanz und Reichenau. Auf der Strecke lagen zahlreiche traumhafte Aussichtsplattformen mit herrlichen Blicken auf die Schlucht. Anschließend gings – wie bei Variante 1 – auf den Oberalppass, bevor sich die Strecke bei Andermatt abermals teilte. Die Strecke der Variante 2 führte hier weiter nach Norden auf den legendären Sustenpass. Autoliebhabern und Rallyfreunden ist dieser knapp über 2200m hohe Pass aufgrund seiner wunderschönen Passstraße bestens bekannt. Am Gipfel gehts durch einen Scheiteltunnel und man kommt im Berner Oberland wieder zum Vorschein. Zum Verschnaufen blieb den Teams nur wenig Zeit, es ging direkt wieder bergab ins Tal und wieder rauf auf den nächsten Pass. Bei Innertkirchen startete der Aufstieg auf den grandiosen Grimselpass. Die 32km lange Passstraße bot den Teams eine maximale Steigung von 15% und führte sie auf knapp 2200m Seehöhe. Dank des traumhaften Wetters war das Panorama direkt am Pass – wieder einmal an diesem Tag – einfach nur genial.

Nach einer kurzen Pause gings wieder bergab ins Tal nach Gletsch und danach immer weiter in südöstlicher Richtung nach Martigny und zum Etappenziel Chamonix in Frankreich!

Traditionell gab es am vierten Tag des Alpen Rodeos wieder die Hardcore Etappe. Dabei wurden so gut wie alle großen Pässe in der Schweiz mitgenommen (Sustenpass – San Bernardinopass – Lukmanierpass – Oberalppass – Sustenpass – Grimselpass – Furkapass – St. Gotthardpass – Nufenenpass). Einige Teams trauten sich über diese schwierige Aufgabe dennoch zu und meisterten die anstrengende Strecke mit Bravour!

Für die Fahrzeuge war Etappe 4 natürlich ziemlich herausfordernd. Im Prinzip ging es den ganzen Tag nur bergauf bergab, bergauf bergab. Eine extreme Belastung fürs Material und für alte Autos. Dennoch machten sich die Oldies sehr gut. Lediglich der Mercury machte morgens wieder Zicken mit dem Servoschlauch, bei einem Golf VR6 wurden aufgrund von kurzen Zündaussetzern am Abend noch vorsorglich die Zündkerzen gewechselt. Auch die Turbos im Starterfeld (Audi A4 und Opel Calibra) machten sich trotz der Höhenluft sehr gut und hatten viel Spass auf den kurvigen Passstraßen.

CHALLENGE

Trotz der anstrengenden Strecke am Tag 4 hatten die Teams natürlich auch eine Aufgabe zu erledigen! Bereits beim Start vom Alpen Rodeo sollten sie sich eine Höhenmesser App aufs Handy laden. Die Aufgabe bestand darin, den höchsten Punkt auf der vierten Etappe zu finden, und ein Foto von einem Teammitglied zu machen wo man die Höhe auf dem Höhenmesser sieht. Wo das Foto gemacht wurde, war den Teams überlassen. Die Scuderia Börd Reynolds konnte ein Foto auf 3174m Seehöhe machen, die Tiroler Buam folgten auf Platz 2 mit 2839m Seehöhe, gefolgt vom Team d’Ostschwizer mit 2670m Seehöhe. Fast alle Teams beteiligten sich an dieser Challenge, wobei eine Seehöhe von 2250m nicht unterschritten wurde


Etappe 5 - La Route Des Grandes Alpes 1 - 30.08.2018

Etwas außerhalb von Chamonix mit Blick auf den Mont Blanc startete Etappe 5 am frühen Donnerstagmorgen. Treffpunkt war ein großer Autobahnrastplatz, wo die Teams nach und nach eintrafen und mit ihren Fahrzeugen einiges Aufsehen erregten. Manchen Teams sah man die Strapazen des letzten Tages schon an, andere waren frisch wie am ersten Tag. Um 08:30 startete das Briefing für die anstehende Etappe, es gab viel zu erzählen. An diesem Tag stand nämlich niemand geringerer als der erste Teil der legendären Route Des Grandes Alpes am Plan. Die bekannte Strecke startet eigentlich direkt am Genfer See und führt über die französischen Alpen bis nach Menton am Mittelmeer. Wiederum gab es für die Teams zwei verschiedene Streckenvarianten zur Auswahl. Die Stimmung war gut, die Teams freuten sich auf die nächsten Pässe auf unserem Weg nach Sanremo. Trotz anfänglichem Nebels, blinzelte bereits die Sonne über den Mont Blanc und es schien wettermäßig ein Traumtag zu werden. Nachdem die letzten Details geklärt waren, sprangen die ersten Teams auch schon in ihre Autos und fuhren Richtung Westen, um kurze Zeit später bereits in die Route des Grandes Alpes einzusteigen.

Variante 1 startete mit dem knapp über 1600m hohen Col Des Saisies als Aufwärmübung. Schon kurze Zeit später wurde es aber ernst und die Strecke führte auf den 2000m hohen Cormet De Rosélend, der direkt ins Isére Tal übergeht. Oben angekommen, bot sich ein Traumpanorama direkt am Lac De Roselend, dass fast schon kitschig war. Blauer Himmel, Sonnenschein und türkises Wasser im Stausee luden zu einer kurzen Pause ein, bevor es Richtung Val D’Isére weiterging. Der weltbekannte Wintersport präsentierte sich etwas verschlafen, die meisten Lokale und Restaurants haben hier wirklich nur im Winter geöffnet. Direkt nach Val D’Isére wartete ein absolutes Highlight auf die Teams, den es ging über eine 61km lange, grandiose Passstraße auf den Col de L’Iséran. Der höchste asphaltierte Straßenpass des gesamten Gebirgszuges mit bis zu 12% Steigung hat seine Scheitelhöhe auf 2770m über dem Meeresspiegel. Der Ausssichtspunkt ‚Belvédère de la Tarantaiseauf 2530m an der Nordrampe belohnte die Teams mit einer großartigen Fernsicht, bevor es auf der anderen Seite wieder ins Tal und quer durch den Nationalpark Vanoise ging. Anzumerken ist, daß auch die Abfahrt ins Tal einfach ein Traum ist, bei der es soviel zu sehen gibt und man immer wieder fassungslos im Auto sitzt und das einzigartige Panorama in dieser Landschaft genießt. Ohne Verschnaufpause gings kurz nach Lanslebourg in Richtung Süden weiter um – wieder mal – die französisch-italienische Grenze zu überqueren, dieses Mal am über 2000m hohen Col Du Mont Cenis. Auch hier gabs einen absolut traumhaften Stausee zu bewundern, bevor die Strecke weiter Richtung Susa führte, wo schon das nächste Highlight wartete. Der Straßenname Strada delle Finestre nahm bereits den nächsten Pass voraus, denn es ging auf den alten, nicht asphaltierten Militärpass Col Delle Finestre auf 2178m Seehöhe. Die Auffahrt ist einzigartig, oftmals glaubt man, nach der nächste Kurve ist die Straße zu Ende, doch es geht immer wieder weiter bis man sich auf die Scheitelhöhe hochgeschraubt hat und zur einen Seite nach Italien, auf der anderen Seite nach Frankreich blicken kann, denn die Grenze befindet sich nämlich direkt bei der Passtafel. Die Abfahrt führte auf französischer Seite ins Tal und weiter Richtung Sestriere. Der bekannte Wintersport, den die Fiat Familie Agnellli mit aufgebaut hat, zeigte sich – wie Val D’Isére – relativ ruhig im Sommer. Die Route führte anschließend wiederum Richtung Frankreich, wo am Col De Montgenevre zum letzten Mal an diesem Tag die Grenze überquert wurde, bevor es hinab ins Tal und zum Etappenziel Briancon ging. 

Variante 2 starte ebenfalls in nordwestlicher Richtung und stieg mit dem Col De La Colombière (1600m Seehöhe) in die Route Des Grandes Alpes ein bevor mit dem Col Des Aravis eine weitere kleine Aufwärmübung folgte. Anschließend führte die Strecke ähnlich wie bei Variante 1 auf den Cormet de Roselend, wobei hier aber kurz vorm Lac De Roselend abgebogen wurde, wo die Teams die Möglichkeit hatten, die gewaltige Staumauer dieser Talsperre zu befahren. Selbstverständlich boten sich auf der imposanten Staumauer wirklich traumhafte Ausblicke, einerseits auf den Lac de Roselend, andererseits ins Tal, bevor die Straße weiter nach Albertville führte. Viele Teams nutzen die Möglichkeit um bei strahlendem Sonnenschein im Olympiaort von 1992 eine kleine Pause einzulegen, bevor der nächste Pass, der 2000m hohe Col De La Madeleine bezwungen wurde. Der Pass ist Dauergast bei der Tour de France, dementsprechend gut ist die Passstraße ausgebaut. Sie bot den Teams außerdem eine sensationelle Alpenkulisse mit grandiosem Ausblick auf das Montblanc-Massiv. Aufgrund des traumhaft schönen Wetters war das Befahren dieser Passstraße einfach nur ein Genuss. Kurze Zeit später erreichten die ersten Saint-Michel-De-Maurienne, von wo aus es zur nächsten Überfahrt auf den Col Du Télégraphe ging bevor es wieder ernst wurde. Bei Valloire begann der Aufstieg auf den 2645m hohen Col du Galibier. Seine unvergleichliche Lage am Übergang von Rhone-Alpes nach Provence-Alps-Cote-d’Azur bot den Teams ein 360-Grad Panorama auf die schönsten Bergmassive der französischen Alpen. Auch für die Autos stellte dieser Pass mit seinen 14% Steigung eine Herausforderung dar, die jedoch bravourös gemeistert wurde. Den Teams blieb genug Zeit die grandiosen Aussichten am Galibier ausgiebig zu genieen, bevor es auf der Südseite wieder hinab ins Tal und schnurstracks zum Etappenziel Briancon ging. Als Tagesabschluss wartete jedoch noch der knapp über 2000m hohe Col du Lautaret mit seinen 14 Kehren und einer Scheitelhöhe von 2058m

 

Nach und nach trafen die Teams in Briancon ein und schnell wurde ein Restaurant gefunden wo man gemeinsam Abend essen konnte. Erlebnisse des Tages wurden ausgetauscht, es wurde gefachsimpelt, die Teams hatten sich viel zu erzählen. Wieder einmal zeigte sich, daß die gemeinsamen Erlebnisse unbezahlbar sind und den Teams sicherlich lange in Erinnerung bleiben werden. Einige Autos zeigten natürlich schon erste Verschleißerscheinungen, schließlich ist, das tägliche Pass fahren eine extreme Materialbelastung. Lobend muss hier erwähnt werden das diejenigen Teams, die tagsüber Probleme mit ihren Autos hatten, es immer wieder schafften das Problem selbst zu lösen und somit weiterfuhren konnten. 

CHALLENGE

Natürlich hatten die Teams auch an diesem Tag wieder eine Challenge zu bewältigen. Diese war auf den ersten Blick relativ einfach, schlussendlich aber doch knifflig. Da wir in Frankreich und somit im Land des Käses unterwegs waren, sollten die Teams mit dem Budget welches sie in ihren Unterlagen fanden (2 Euro J), soviel Käse wie nur möglich kaufen. Egal welcher Käse, egal welche Konsistenz, wer am meisten für das vorgegebene Budget bekam, war der Sieger dieser Challenge. Die Teams hatten am nächsten Morgen die Rechnung von ihrem Käsekauf vorzuzeigen, wo Gewicht und bezahlter Preis kontrolliert wurden. Einige Teams gingen mit ungeahnter Kreativität ans Werk. Da der Käse nicht vorgezeigt werden musste, sondern nur die Rechnung, kamen einige auf die Idee ihren Käse online zu bestellen. Somit konnte das Siegerteam dieser Challenge stolze 15kg Käse für nur 2 Euro über Amazon ergattern. Was das genau für ein Käse war, wollten wir gar nicht erst nachfragen . JEs wurde aber wieder bewiesen das sich Kreativität bezahlt macht! 

STRECKE

Variante 1: Chamonix – Col Des Saisies – Cormet De Roselend – Col De L’Iseran – Col Du Mont Cenis – Colle Delle Finestre – Sestriere – Col De Montgenevre - Briancon (ca. 310km)

Variante 2: Chamonix – Col De La Colombière – Col Des Aravis – Col Des Saisies – Lac De Roselend – Albertville – Col De La Madeleine – Col Du Télégraphe – Col Du Galibier – Col Du Lautr(ca. 330km)


Etappe 6 - La Route Des Grandes Alpes - 01.09.2017

Tag 6. Finaltag beim Alpen Rodeo. Im Morgengrauen begegnete man müden Gesichtern im Hotel auf dem Weg zum Frühstück. Nach dem ersten Kaffee sah die Welt jedoch schon wieder anders aus. Aus Erfahrung wussten wir, das an diesem Tag ein Radrennen direkt auf den Col D’Izoard führen und die Auffahrt zum Pass um 07:30 gesperrt werden würde. Der Pass liegt ca. 30min von Briancon entfernt und diente bereits zum dritten Mal als Treffpunkt für das letzte Briefing auf 2360m Seehöhe. Daher galt es für alle Teams, die Auffahrt zum Pass vor 07:30 zu passieren, was den meisten auch gelang. Die Auffahrt am frühen Morgen bescherte den Teams sehr sehr wenig Verkehr und eine perfekte Passstraße, auf der sie sich austoben konnten. Die meisten erreichten den Treffpunkt direkt am Scheitel der Passstraße genau zum Sonnenaufgang. Den Teams bot sich ein spektakuläres Panorama am Berg und eine traumhafte Kulisse um Fotos zu machen. Da es leider nicht alle Teams auf den Berg schafften, wurde kurzerhand in Arvieux ein zweites Briefing gemacht bevors endgültig mit der finalen Etappe losging.

Variante 1 zweigte schon kurz nach Arvieux nach links in Richtung italienische Grenze ab. Nach ca. einer Stunde Fahrtzeit begann der Aufstieg auf den – zu Unrecht – relativ unbekannten Col Agnel. Der über 2700m hohe Grenzpass zwischen Frankreich und Italien gehört zusammen mit dem Col De L’Iséran und dem Stilfser Joch zu den drei höchsten asphaltierten Pässen der gesamten Alpen. Nach anfänglichem Nebel kam doch noch die Sonne durch und die Auffahrt wurde zu einem einmaligen Erlebnis. Oben angekommen zeigte sich der Berg von seiner schönsten Seite mit einem Panorama das seinesgleichen sucht. Nach einer ausgiebigen Fotosession gings weiter ins Tal auf der italienischen Seite Richtung Südosten und dem Ort Vernante, wo schon der nächste geniale Pass auf die Teams wartete. Der Colle Di Tenda gilt als südlichster der großen Alpenpässe und bildet ebenfalls – wieder einmal – die Grenze zwischen Italien und Frankreich. Die Auffahrt auf teilweise geschotterter Strecke war schon ein Abenteuer, auf der Passhöhe wurde es dann aber richtig interessant. Ein riesiges altes verlassenes Fort (Forte Centrale) wartete darauf erkundigt zu werden. Diejenigen Teams die den beschwerlichen Weg auf den Colle Di Tenda auf sich nahmen, wurden mit einem sensationellen 360 Grad Rundumblick auf der Passhöhe belohnt. Leider konnte aufgrund eines gewaltigen Steinschlags die Südrampe mit den dicht übereinander liegenden 46 Kehren auf der französischen Seite nicht befahren werden. Deshalb gings auf der italienischen Seite wieder bergab und durch einen einspurigen Tunnel durch den Berg nach Frankreich, was auch nicht minder spektakulär war. Von hier aus führte die Straße durch wunderschöne Schluchten immer weiter nach Süden und traf bei Ventimiglia direkt aufs Mittelmeer, von wo aus nur noch ein kurzes Stück bis zu unserem Ziel nach Sanremo war!

Variante 2 führte ausgehend von Arvieux nach Süden wo die Teams nach einer guten Stunde Fahrtzeit bereits den ersten Pass des Tages, den Col De Vars erreichten. Von Guillestre aus gings auf knapp 2100m hinauf zur Passhöhe, bevor die Route weiter Richtung Osten führte. Kurze Zeit später durchquerten die Teams den traumhaften Parc National Du Mercantour wo gleichzeitig die Auffahrt zum Col De Restefond begann. Mitten durch die Reste ehemaliger Militärkasernen aus Napoloeons Zeit schraubten sich die Fahrzeuge immer höher und höher zum Scheitelpunkt auf 2678m bevor die legendäre Cime De La Bonette am Programm stand. Direkt am Scheitelpunkt des knapp über 2700m hohen Col De La Bonette führt die weltbekannte Schleife einmal um den Gipfel und man erreicht den allerhöchsten asphaltierten Punkt der gesamten Alpen auf knapp 2860m Seehöhe. Allein die Straße die zum Col De La Bonette führt ist schon ein einmaliges Erlebnis mit ihren 48 Kehren auf 44 Kilometern. Die Aussicht auf der Cime De La Bonette stellte bei traumhaften Wetter aber wieder einmal alles in den Schatten. Die Landschaft dort oben ist ganz speziell und wunderschön, die Teams die diese Variante der Strecke wählten waren von den Eindrücken einfach überwältigt. Es wurde fleißig fotografiert und haufenweise Selfies geschossen um diese einmaligen Erlebnisse für die Nachwelt festzuhalten bevor es auf der Südostrampe über den noch immer 2513m hohen Col De Raspaillon und das Camp Des Fourches (ebenfalls ein altes Militärlager) hinab ins Tal nach Saint-Etienne ging. Klarerweise bildete auch 2018 den Abschluss unserer Tour der legendäre Col De Turini. Bei La-Bollène-Vésubie begann der Aufstieg auf den allerletzten Pass der gesamten Tour. Fahrerisch ein absoluter Leckerbissen, meisterten alle Teams auch noch diesen Klassiker im Hinterland von Nizza bevor sie endgültig die Küste erreichten, von wo aus die letzten Meter auf der wunderschönen Küstenstraße bis ins sonnige Sanremo zurückgelegt wurden.

In kurzen Abständen trafen die Teams bei bestem Wetter im Ziel in Sanremo ein. Die Stimmung war natürlich mehr als ausgelassen, jeder der es bis hierhin geschafft hat, konnte sich als Sieger bezeichnen. Gekühltes Bier stand natürlich bereit, die Autos wurden vorm Hotel geparkt und von den anderen Gästen interessiert begutachtet. Geschichten und Erlebnisse des letzten Tages machten die Runde und alle warteten darauf, das die Sieger des Alpen Rodeos 2018 verkündet wurden. Aufgrund der Challenges während der Woche wurde ein Ranking erstellt um einen eindeutigen Sieger bestimmen zu können.

STRECKE

Col D’Izoard – Col De Vars – Col de la Cayolle – Entrevaux – Beuil (Canyon/Tal der Var) – Col de Turini – Menton – Sanremo (ca. 360km)

Col D’Izoard – Col De Vars – Col de la Bonnette – Saint Sauveur-Sur-Tinnée – Col de Turini – Menton – Sanremo (ca. 290km)

 

Beim Hotel in Sanremo herrschte bereits beste Stimmung, es gab kühle Hopfensmoothies für alle und jedes Team feierte die Ankunft wie einen Sieg. Um 18 Uhr startete nach Auswertung der letzten Challenge die Siegerehrung. Mit viel Applaus wurde die Ankunft jedes einzelnen Team gefeiert. Aufgrund der Challenges während der Woche wurde natürlich ein Ranking erstellt um einen eindeutigen Sieger zu definieren. Um diesen Bericht nicht ausschweifen zu lassen, möchten wir hier nur die Top 3 nennen. Klarerweise musste vorab noch die allerletze Challenge abgenommen werden. Die Teams erhielten nämlich in der Früh einen großen Sticker, der am Auto angebracht werden musste. Zusätzlich gabs einen Stift und die Aufgabe soviele Unterschriften wie nur möglich von Einheimischen auf diesen Sticker zu bringen. Einige Teams bewiesen wiederum Kreativität und klebten den Sticker erst kurz vorm Ankommen aufs Auto. So konnten Sie unterwegs den Sticker überhall mitnehmen und unterschreiben lassen.

Um kurz nach 19 Uhr war es dann endlich soweit und die Siegerehrung startete. Auf den dritten Platz schaffte es 2018 das Team FLC-Racing, das bereits zum zweiten Mal beim Alpen Rodeo am Start war. Mit nur einem Punkt Vorsprung belegte das Team France 68 (ebenfalls zum zweiten Mal am Start) den zweiten Platz. Absolut überraschend aber mehr als verdient sicherten sich die Tiroler Buam mit ihrem BMW 540i (E34) den Sieg beim Alpen Rodeo 2018. Für die beiden Jungs aus Tirol gab es auch noch einen Sonderapplaus, da sie während der Woche mehreren Teams hilfreich zur Seite standen und kleinere Reparaturen an den Fahrzeugen durchführten. Als Dankeschön erhielten sie neben Pokal und Siegerwein auch einen Gutschein für einen Startplatz für das Alpen Rodeo 2019! Jungs wir freuen uns auf euch!

Natürlich war die Spannung am Höhepunkt als anschließend noch die Sieger der Wochenchallenge (wer fährt die meisten Pässe) verkündet wurden. Es ist einfach unglaublich wie sich diese Teams ins Zeug legten und Pass um Pass fuhren um diese Challenge zu gewinnen. Auch hier machten sich oben genannte Teams den Sieg untereinander aus. Der dritte Platz ging an France68 mit 74 gefahrenen Pässen, Platz 2 an die Tiroler Buam mit 77 Pässen und den Sieg holte sich mehr als verdient FLC-Racing mit unglaublichen 79 Pässen innerhalb von 6 Tagen!

Nach der Siegehrung gings auf die Terrasse zum Pool wo das Abschlussessen stattfand. Bei typisch italienischen Speisen ließen die Teams die Woche und die zahlreichen Eindrücke Revue passieren. Wie erwartet dauerte der Abend – für einige zumindest – etwas länger, denn Sanremo hat natürlich auch ein cooles Nachtleben zu bieten!

Abschließend bleibt für uns als Veranstalter nur zu sagen: Es war eine traumhafte Woche mit euch allen! Wir haben in relativ kurzer Zeit extrem viel erlebt und gesehen. Wir durften tolle Menschen kennenlernen und ein wirklich kameradschaftliches Miteinander während dieser Woche erleben. Dank euch werden wir uns immer wieder gerne ans Alpen Rodeo 2018 zurückerinnern. Danke an euch allen für die Teilnahme und die coole Woche.

DANKE! Wir sehen uns vom 26.08. – 31.08.2019 beim Alpen Rodeo!

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