Etappe 1 - Den Alpen entgegen!

Die Teams verließen den Startpunkt beim Steinerhaus am Stoderzinken, erreichten Gröbming im Tal und fuhren Richtung Süden auf der Erzherzog-Johann-Straße um kurz darauf den Sölkpass zu erreichen und zu überqueren. Bereits kurz danach teilte sich die Strecke in West- und Südroute. Die Westroute ist ein absoluter Alpen Rodeo Klassiker und führte über die grandiose Nockalmstraße (35km Länge und über 52 Kehren)inmitten einer traumhaften Gebirgslandschaft weiter bis nach Mallnitz wo die Teams über die Tauernschleuse Bad Gastein erreichten und weiter in Richtung Großglockner fuhren. Dort wartete die erste richtige Herausforderung für Mensch und Maschine, die 48km lange, herrlich ausgebaute Hochalpenstraße mit bis zu 12% Steigung und 36 imponierenden Kehren. War Österreichs höchster Berg bezwungen gings weiter Richtung Süden über Lienz zum Staller Sattel , wo die Teams über das Defereggen- und Antholzertal Südtirol erreichten. Mitten durch den traumhaften Nationalpark Drei Zinnen gings anschließend weiter bis zum Etappenziel in Cortina D’Ampezzo.

Die Südroute war 2019 erstmals im Programm des Alpen Rodeos und führte nach dem Sölkpass direkt nach Klagenfurt, vorbei am malerischen Wörthersee und über den Wurzenpass nach Slowenien. Dort warteten absolute Leckerbissen wie Vrsic PassMangartstraße oder Predilpassinmitten des wunderschönen Triglav Nationalparks auf die Teams. Anschließend gings immer westwärts durch die beeindruckende Südseiteder karnischen Alpen bis zum Etappenziel Cortina D’Ampezzo.


Etappe 2 - Willkommen in Südtirol

Ausgehend von Cortina d’Ampezzo gab es am zweiten Tag wieder die Wahl zwischen zwei verschiedenen Streckenvarianten.

Variante 1 führte ausgehend von Cortina direkt nach Westen auf den knapp über 2100m hohen Passo di Falzarego und den Passo Di Valparola (2168m) inmitten der traumhaften Natur Südtirols. Anschließend führte die Strecke übers Grödner Joch vorbei am Naturpark Puez-Geisler und weiter westwärts bis die Brennerautobahn gekreuzt wurde. Anschließend verlief die Strecke  wieder nach Norden durchs über 50km lange Sarntal bis zum Penser Joch. War der über 2200m hohe Passscheitel überquert blieb nur kurze Zeit zu verschnaufen, denn direkt nach Sterzing war der ebenfalls über 2000m hohe Passo Di Monte Giovo zu bezwingen bevor als Abschluss der Variante 1 und Highlight des Tages das knapp 2500m hoheTimmelsjoch auf die Teams wartete. Die Auffahrt von der italienischen Südseite ist fahrerisch ein absoluter Leckerbissen, oben am Scheitelpunkt angelangt wartete ein traumhafte Panoramasicht bevor es auf österreichischer Seite hinab ins Ötztal zum Etappenziel Sölden ging.

Variante 2 bog schon kurz nach Cortina in südwestlicher Richtung ab um als ersten Pass des Tages den Passo Di Giau auf über 2200m zu überqueren. Anschließend stand der ebenfalls über 2000m hohe Passo Di Fedaia auf dem Programm, wo die Ostrampe mit ihren zahlreichen Kehren und bis zu 16% Steigung fahrerisch eine Herausforderung ist. Danach führte die Strecke nach Südwesten bis zum Nigerpass, der zwar nur knapp 1700m hoch ist, jedoch eine maximale Steigung von 24% aufweist. Damit zählt er zu den steilsten Pässen Italiens! Weiter gings vorbei an Bozen in südwestlicher Richtung wo als nächster Pass der Mendelpass auf die Teams wartete. Er bildet die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen und dem italienischsprachigem Tirol. Als vorletzter Pass des Tages stand der knapp über 1500m hohe Gampenpass am Programm, bevor die Strecke immer weiter nach Norden führt wo schlussendlich – wie bei Variante 1 – das geniale Timmelsjoch den krönenden Abschluss der Etappe 2 bildete.

Stilfser Joch


Etappe 3 - Entlang der schweizerisch-italienischen Grenze

Etappe 3 startete von Sölden aus in nördlicher Richtung. Die Teams durchquerten gemeinsam das traumhaft schöne Ötztal  bis sich die Strecke anschließend in 3 verschiedene Varianten aufteilte. Variante 1 führte weiter nach Nordwesten wo als erster Pass das knapp 1900m hohe Hahntennjoch wartete, bevor es über den Hochtannbergpass und das Furkajoch weiter in Richtung Liechtenstein ging. Nach Durchquerung des kleinen Fürstentums erreichten die Teams die Schweiz und überquerten den knapp 2400m hohen Flüelapass, der fahrerisch ein absolutes Highlight ist. Anschließend gings immer nach Südwesten vorbei an St. Moritz und Silvaplanersee über den Malojapass bis zum Etappenziel Colico am Comer See.

Variante 2 zeigte die beiden westlichsten Bundesländer Österreichs von ihrer schönsten Seite. Die Strecke führte aus dem Ötztal heraus nach Westen zum weltbekannten Skiort St. Anton am Arlberg. Kurz vor Bludenz gings wieder in südlicher Richtung auf die Paznauntalstraße. Sie führte nach Südosten auf die traumhafte Silvretta Hochalpenstraße und Bielerhöhe auf knapp über 2000m, bevor der nächste weltbekannte Skiort – Ischgl – erreicht wurde. Bei Nauders erreichten die Teams die Schweiz, wo es direkt zum knapp 2400m hohen Flüelapass ging. Anschließend wurde der Albulapass überquert, bevor die Strecke wieder auf Variante 1 traf. Den Abschluss bildete St. Moritz, der Silvaplanersee sowie der Malojapass, bevor das Etappenziel Colico am Comer See erreicht wurde.

Variante 3 machte im Anschluss an das Ötztal eine Kurve und führte nach Süden wo als erste Aufwärmübung der Reschenpass mit dem malerischen Reschensee überquert wurde, bevor es zum weltbekannten Stilfser Joch ging. War der Klassiker bezwungen, führte die Strecke weiter über den Umbrailpass (2501m) zum Ofenpass (2149m). Anschließend wurde wieder zwischen Schweiz und Italien gewechselt und es ging durch den Munt La Schera Tunnel zum Forcola Di Livigno auf knapp über 2300m. Direkt danach verlief die Strecke über den Berninapass, bevor es – wie bei Variante 1 – über den St. Moritz, Silvaplanasee und Malojapass nach Colico am Comer See ging.

 


Etappe 4 - Schweizer Traumstrassen

Traditionell war Etappe 4 für die Teams definitiv der härteste Tag des Alpen Rodeos, da die Schweiz fahrerisch einfach so unglaublich viel zu bieten hat. Auf dieser Etappe konnten die Starter zwischen drei verschiedenen Streckenversionen wählen.

 Gestartet wurde die Etappe wie immer auf dem knapp über 2000m hohen Splügenpass, der die Grenze zwischen Italien und der Schweiz bildet. Bei Variante 1 ging vom Splügenpass direkt weiter auf den 2067m hohen San Bernardinopass um dann nach einer Schleife den Lukmanierpass mit 1915m Seehöhe zu bezwingen. Anschließend folgte der Oberalppass, der als die Quelle des Rheins gilt bevor der legendäre Gotthardpass in Angriff genommen wurde. Die Abfahrt von über 2000m Seehöhe erfolgte klarerweise über die alte Gotthardpassstraße Tremola, der historischen Gotthard-Südrampe, bevor es wieder bergauf auf den knapp 2500m hohen Nufenenpass ging. Er gilt als höchster innerschweizer Pass. Seine Passstraße trägt das grüne Band für besondere landschaftliche Schönheit. Nach Bezwingung dieses Passes gings für die Teams immer Richtung Südwesten direkt ins Mont-Blanc Massiv zum Etappenziel Martigny in der französischen Schweiz.

Bei Variante 2 verlief die Strecke ähnlich, allerdings hatten die Teams die Möglichkeit den Ursprung des Rheins zu entdecken und in der traumhaften Vorderrheinschlucht bei Ruinalta zu fahren. Es folgte der Oberalppass bevor man in Andermatt ankam und zwei weitere Highlights in Angriff nehmen konnte, den Sustenpass und den Grimselpassbeide über 2000m hoch und fahrerisch absolute Leckerbissen. Waren diese Pässe bezwungen gings in Richtung Martigny.

Version 3 war eine Mischung der beiden ersten, allerdings war diese Variante wirklich Hardcore und nur was für extreme Pässejäger: Splügenpass – San Bernardinopass – Lukmanierpass – Oberalppass – Sustenspass – Grimselpass – Furkapass – St. Gotthardpass – Nufenenpass – Martigny. Wer diese Variante wählte war wahrlich mutig und wurde  von den anderen Teams mit Anerkennung und Respekt belohnt.

 

Col Du Galibier


Etappe 5 - Montagnes Francaises

Ausgehend von Martigny in der französischen Schweiz startete die fünfte Etappe. Wiederum galt es für die Teams sich zwischen zwei verschiedenen Varianten zu entscheiden. Variante 1 startete in Richtung Süden, wo der große St. Bernhardpass mit seinen 2469m Seehöhe die erste Hürde war. Hier wurde auch zum ersten von insgesamt 4mal auf dieser Etappe die französisch-italienische Grenze überschritten. Es folgte der kleine Bruder, der kleine St. Bernhardpass mit 2188m Scheitelhöhe und der zweite Grenzübertritt. Anschließend stieg die Variante 1 in die legendäre Route Des Grandes Alpes ein. Direkt nach Val D’Isère folgte das erste richtige Kaliber, der mit 2770m höchste befahrbare Gebirgspass der Alpen, der grandiose Col De L’Iséran mit seiner insgesamt 74km langen Passstraße und Steigungen bis zu 14,9%! Er belohnte die Teams mit einem atemberaubenden Panoramablick über die französischen Alpen. Nach der traumhaften Abfahrt ging einige Kilometer weiter wieder bergauf auf den Col du Mont Cenis, der ebenfalls mit einem absoluten Traumpanoroma auf über 2000m die Teams empfing. Anschließend wurde mal wieder die Grenze überquert und es ging weiter auf einen ganz besonderen Pass, den Colle Delle Finestre. Der Pass liegt in einem ehemaligen Militärgebiet, hat somit auch eine vom Militär angelegte geschotterte Passtraße, die den Teams und den Autos alles abverlangte. Wurde der Pass bezwungen ging in südwestlicher Richtung weiter zum bekannten Skiort Sestriere bevor der letzte Pass und der vierte und letzte Grenzübertritt auf dieser Etappe auf die Teams wartete bevor sie am Etappenziel Briancon  eintrafen.

Variante 2 führte vom schweizerischen Martigny direkt über die Grenze und einen Berg in den weltbekannten Skiort Chamonix. Hier wurde direkt in die Route Des Grandes Alpes eingestiegen. Den Start markierte als Aufwärmübung der Col Des Saisies bevor es auf knapp 2000m Seehöhe zur Roselend Talsperre und dem Cormet de Roselend ging. Anschließend folgte der Col de la Madeleine und der Col du Télégraphe bevor mit dem über 2600m hohen Col du Galibier ein absolutes Highlight auf die Teams wartete. Auf der Passhöhe hat man bei gutem Wetter einen sensationellen 360° Panoramablick über das französische Bergmassiv. War der Galibier überwunden, gings wieder bergab ins Tal und direkt Richtung Etappenziel Briancon!


Etappe 6 - Ab an die Riviera

Die sechste und letzte Etappe startete traditionell auf der Passhöhe des knapp 2400m hohen Col D’Izoard, der schon 35mal Schauplatz der Tour De Francewar. Auch auf der letzten Etappe standen wieder verschiedene Routen zur Auswahl. Die Ostroute (Variante 1) führte direkt auf den relativ unbekannten, aber über 2700m hohen Col Agnel,der die Grenze zu Italien bildet. Zurück im Tal wartete mit dem fast 2400m hohen Colle Di Sampeyre bereits der nächste fast unbekannte Kracher! Die Strecke führte anschließend weiter nach Süden zum Colle Fauniera. Auch dieser Pass ist mit über 2500m Scheitelhöhe eine wahre Herausforderung und ein fahrerischer Genuss. Natürlich nahmen wir auch den Nachbarpass, den Colle Valcavera mit, bevor es quer durch den Parco Naturale delle Alpi Marittime ging. Als Abschluss wartete der südlichste der großen Alpenpässe, der knapp 2000m hohe Colle Di Tenda, bevor es schnurstraks zum Abschlussziel San Remo ging.

Variante 2 blieb nicht minder spektakulär auf der Route des Grandes Alpes und startete mit dem knapp über 2000m hohen Col De Vars bevor der grandiose Col De La Bonnette mit seiner insgesamt 44km lange Passstraße und 48 Kehren die Teams auf knapp 2800m führte. Dafür gabs den höchsten asphaltierten Punkt der Alpen mit einer atemberaubenden Aussicht als Belohnung. Zum Abschluss wartete mit dem Col De Turini noch ein echter Klassiker aus dem Motorsport auf die Teams, bekannt von der Rallye Monte Carlo. Anschließtend ging über Menton an die Küste und weiter nach Sanremo, wo  eine standesgemäße Siegerehrung und eine rauschende Abschlussfeier für die Helden des Alpen Rodeos stattfand.